DIEBURG/SCHWEIZ. Am Donnerstag, 1. Januar 2026, war der DRK‑Kreisverband Dieburg Teil eines internationalen medizinischen Rückhol- und Intensivtransporteinsatzes nach einer schweren Brandkatastrophe im Schweizer Skiort Crans‑Montana (Kanton Wallis). In der Silvesternacht kam es in der Bar Le Constellation, einem beliebten Nachtlokal im Zentrum des Touristenorts, zu einem verheerenden Brand. Wie die Nachrichtenagentur Euronews berichtete, kamen mindestens 40 Menschen ums Leben und rund 115 wurden verletzt, viele davon schwer mit Brandverletzungen und Rauchinhalationen. Die Opfer stammen aus mehreren Ländern; die genauen Zahlen können noch variieren, bis alle Identifizierungen abgeschlossen sind.
Gegen 13.39 Uhr erhielt unser Kreisverband eine dringende Unterstützungsanfrage des Medical Operation Centers des DRK‑Flugdienstes, um schwer verletzte Patienten bodengebunden weiterzuverlegen. Nach ihrem Ersttransport durch die Schweizer Luftrettung Rega vom Flughafen Sion nach Stuttgart übernahmen unsere Teams zwei kritisch verletzte Personen an der Flughafenverladestation.
Mit unseren Intensivtransportwagen (ITW) führten wir die Patienten anschließend in spezialisierte Kliniken, darunter Einrichtungen in Tübingen, um eine bestmögliche medizinische Versorgung sicherzustellen. Solche kurzfristigen internationalen Anforderungen sind im Bereich der Intensivtransporte außergewöhnlich und erfordern hohe Koordinationsfähigkeit und Flexibilität unserer Einsatzkräfte.
Die sofortige Reaktionsfähigkeit unseres Kreisverbandes machte den schnellen Einsatz beider Intensivtransportfahrzeuge möglich. Unterstützt wurde der Einsatz durch Fahrzeuge und Personal des DRK‑Ortsvereins Groß‑Umstadt, Einsatzkräfte der Ortsvereine Eppertshausen sowie weiterer Bereitschaften des DRK‑Kreisverbands Dieburg. Ergänzende Unterstützungskräfte aus den Ortvereinen Reinheim, Münster (Hessen) und Roßdorf standen in Bereitschaft, um bei Bedarf kurzfristig eingreifen zu können.
Erste Ermittlungen der Schweizer Behörden deuten darauf hin, dass der Brand möglicherweise durch Champagner-Wunderkerzen („Fountain Candles“) in der Bar ausgelöst wurde, die nahe an brennbare Materialien gebracht wurden. Dies führte zu einer raschen und extremen Ausbreitung des Feuers, berichtete Reuters.
„Durch die hervorragende Zusammenarbeit der beteiligten DRK‑Standorte konnten wir schnelle Hilfe leisten und den sicheren Transport der Patientinnen in die erforderliche medizinische Versorgung gewährleisten“, so Vertreter des DRK‑Kreisverbands Dieburg.
Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen und ihren Familien. Dieser internationale Einsatz zeigt einmal mehr, wie wichtig gegenseitige Unterstützung, schnelle Hilfe und koordiniertes Handeln in Krisen sind.